ZweitZeuge - OPA WAR EIN NAZI
Ein Theaterstück von und mit Ilka Vierkant. Wie kann ein Holocaust-Überlebender einer Enkelin eines Nazi-Täters gegenübertreten?
Montag, d. 16.11., 19.00 Uhr
Am 16.11. wird im LiLi-Servicekino das Theaterstück „ZweitZeugen – Opa war ein Nazi“ gespielt, ein Ein-Frau-Stück von und mit Ilka Vierkant.
Wie kann ein Holocaust-Überlebender einer Enkelin eines Nazi-Täters gegenübertreten? In „Zweitzeuge“ beschreiten Jean Vaislic und Ilka Vierkant den schmerzhaften Weg dieser Konfrontation. Beide leben im Gebot des Schweigens – aus unterschiedlichen Gründen.
Ilkas Opa Werner war Reichsbahndirektor für die Ostgebiete. Jean musste als KZ-Insasse in Auschwitz-Birkenau Gleise verlegen, die dieser Großvater geplant haben könnte. Die Begegnung mit Jean in Toulouse wird für die Schauspielerin, die viele Jahre mit „Familie Flöz“ durch Europa getourt ist, zum Anstoß, einen poetischen Figurentheater-Abend gegen das Vergessen zu entwickeln – inspiriert von den Worten von Jean Vaislic: „Wenn ich einem schlechten Gedanken nachgebe, existiere ich nicht mehr. Wenn mich also ein schlechter Gedanke überkommt, denke ich an Blumen.“
In dem Theaterstück wird Vaislic eingespielt. Der Nazi-Opa ist als sprechende Puppe dabei. Und dann gibt es noch den (imaginären) Enkel Ben, der nicht zuhören will. Ilka Vierkant spielt nicht nur, sie singt auch mehrere Lieder und lädt das Publikum am Ende zu einem Dialog ein.